Prüfungsvorbereitung, Abi Prüfung, Abi mentale Stärke, Mentale Prüfung

Gut gelernt ist nur der halbe Erfolg – gerade, wenn es um den Schulabschluss geht.

Immer am Anfang des Kalenderjahres ist erste Hälfte des Schuljahres geschafft – alle, die die Schule dieses Jahr abschließen werden, starten ihren Endspurt. Damit der Schulabschluss auch ein Erfolg wird, ist neben dem richtigen Lernkonzept mentale Stärke gefragt. Denn Erfolg hängt stark von der persönlichen Einstellung ab – Misserfolg leider auch.

Was ist mentales Training?
Unter mentalem Training versteht man eine Vielzahl von Methoden, die darauf abzielen, geistige Fähigkeiten zu verbessern. Grundlage ist die Erkenntnis, dass man mit seinen Gedanken sein Unterbewusstsein stark beeinflussen kann. So stark, dass es letztlich über Erfolg oder Misserfolg in einer Situation entscheiden kann.   Mentales Training wird seit vielen Jahren im Spitzensport erfolgreich eingesetzt. Kein Profisportler tritt heute mehr einen Wettkampf an, ohne sich auch mental auf die Wettkampfsituation vorzubereiten. Was im Sport funktioniert, kann man auch für Prüfungsvorbereitungen anwenden.

Motivation – das Ziel vor Augen
Wichtig ist es sich klarzumachen, wofür man eigentlich arbeitet. Motivation ist gefragt, um die langen Prüfungsvorbereitungen auch durchzustehen. Dabei sollte der erfolgreiche Schulabschluss nicht das eigentliche Ziel des Lernens sein. Als langfristiges, übergeordnetes Ziel sollte man sich das Leben nach der Schule - die Ausbildung, das Studium oder den geplanten Auslandsaufenthalt - positiv vor Augen zu führen. Damit bekommt man genügend Antriebskraft, um auch mal Durststrecken überstehen zu können.  

Tipp: Visualisieren – die Erfolgsstory im Kopfkino abspielen  
Statt sich darauf zu konzentrieren, wie man in der Prüfungssituation scheitert, muss man sich in Gedanken ein positives Szenario zurechtlegen. Das Unterbewusstsein kann nicht erkennen, ob eine Situation nur in der eigenen Vorstellung stattfindet, oder echt ist. Kreisen Gedanken immer nur um die eigenen Ängste, wird das Gehirn auf das negative Ergebnis programmiert. Spitzensportler visualisieren ihren Erfolg immer wieder und denken ihn sich somit praktisch herbei. Idealerweise stellt man sich den Prüfungstag als eine Chance vor, sein Können bestmöglich zu präsentieren.

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Prüfungsvorbereitung Kampf, Mentales Training

Zum Visualisieren sollte man sich entspannen und sich den Prüfungstag wie einen Film vor dem geistigen Auge ablaufen lassen. Um negativen Emotionen keinen Raum zu geben, darf man sehr konkret werden: Welches Geräusch macht die Tür des Schulgebäudes, wenn man sie öffnet? Wie riecht es im Prüfungsraum und wie fühlt sich das Papier an, auf dem die Aufgaben stehen? Man stellt sich vor, wie man die erste Frage liest und sie sehr leicht beantworten kann. Auf alle anderen Fragen ist man ebenfalls bestens vorbereitet und beantwortet sie mühelos. Alles, was einem bei Prüfungen Angst macht, kehrt man mental in ein positives Szenario um.

Tipp: Entspannen – leichter lernen mit Meditation
Um sich auf das Visualisieren vorzubereiten, oder auch um einfach nur zu entspannen, sind Kurzmeditationen bestens geeignet. Silvia Maute hat dafür eine Meditation von 15 Minuten auf CD gesprochen. Damit kann man alle störenden Einflüsse kurzzeitig ausblenden, Atmung und Herzschlag werden beruhigt. Jeden Tag zu meditieren hilft dabei, sich voll und ganz auf sich zu konzentrieren und Kraft zu sammeln für die nächste Lernetappe.

Tipp: Teilerfolge steigern das Selbstbewusstsein
Während ein Sportler planen muss, wie viel er pro Tag und pro Woche trainieren kann, muss auch für die Abiturprüfung ein Lernplan festgelegt werden. Die Lernziele sollten schriftlich fixiert werden, um mehr Verbindlichkeit zu erhalten. Sobald man wieder eine Etappe geschafft hat, kann man ein Häkchen darunter setzen. Psychologisch markiert das schon einen Teilerfolg und steigert das Selbstbewusstsein. Gleichzeitig behält man die Übersicht über die gesamte Aufgabe, was zusätzlich Sicherheit bietet.

Tipp: Wesentliches handschriftlich festhalten

Den Stoff empfiehlt es sich aufzuschreiben und zwar per Hand mit Papier und Stift, beispielsweise auf Karteikarten. Studien beweisen, dass kein anderes Körperteil so eng mit dem Gehirn verbunden ist wie die Hand. „Durch die Verbindung von Handmotorik, Augen und Gehirn malen wir uns ein Bild, das in Prüfungssituationen besonders leicht abgerufen werden kann“, erläutert Silvia Maute. „Der Lernstoff prägt sich damit besser ein.“ Den Lernstoff mit dem Computer aufzuschreiben bringt indes nicht den gleichen Effekt: Die Bewegungen der Hand sind für das Gehirn zu eintönig und auch die Darstellung am Bildschirm zu wenig prägnant.

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